Risikoanalyse

    Risikoanalyse nach KRITIS-Dachgesetz

    Die Risikoanalyse ist das Herzstück der KRITIS-Compliance. § 12 KRITIS-DachG verpflichtet jeden Betreiber kritischer Anlagen, eine umfassende Risikoanalyse nach dem All-Gefahren-Ansatz durchzuführen – innerhalb von 9 Monaten nach BSI-Registrierung.

    Was ist die KRITIS-Risikoanalyse?

    Die Risikoanalyse nach § 12 KRITIS-DachG ist eine systematische Bewertung aller Gefahren, die die Funktionsfähigkeit einer kritischen Anlage beeinträchtigen könnten. Anders als reine IT-Sicherheitsanalysen (z. B. nach NIS2) umfasst sie den gesamten Bedrohungsraum: Naturgefahren, technisches Versagen, menschliches Versagen, Terrorismus, Sabotage, hybride Bedrohungen und mehr.

    Der gesetzlich vorgeschriebene All-Gefahren-Ansatz stellt sicher, dass Betreiber nicht nur einzelne Risikokategorien betrachten, sondern ein ganzheitliches Bild ihrer Verwundbarkeiten erhalten. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den Resilienzplan nach § 13 KRITIS-DachG.

    Die 10 Gefahrenkategorien nach KRITIS-DachG

    Das KRITIS-Dachgesetz definiert zehn Kategorien, die in jeder Risikoanalyse berücksichtigt werden müssen:

    Naturgefahren (Überschwemmung, Sturm, Erdbeben)
    Technisches Versagen (Anlagenausfall, Materialermüdung)
    Menschliches Versagen (Fehlbedienung, Fahrlässigkeit)
    Unfälle und Industrieunfälle
    Terrorismus und gezielte Angriffe
    Sabotage und Vandalismus
    Cybervorfälle (ergänzend zu NIS2)
    Hybride Bedrohungen
    Grenzüberschreitende Abhängigkeiten
    Pandemien und Epidemien

    Ablauf der Risikoanalyse

    1. Scope festlegen

    Definition der zu analysierenden Anlage(n), Versorgungsbereiche und Abhängigkeiten. Erfassung von Betreiberdaten, Sektor und kritischer Dienstleistung.

    2. Gefahrenidentifikation

    Systematische Erfassung aller relevanten Gefahren anhand der 10 gesetzlichen Kategorien. Berücksichtigung historischer Ereignisse, regionaler Besonderheiten und sektorspezifischer Risiken.

    3. Risikobewertung

    Bewertung jedes identifizierten Risikoszenarios nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf einer 5×5-Matrix. Berechnung des Risikowertes und Klassifizierung in Risikostufen.

    4. Risikobehandlung

    Festlegung der Behandlungsstrategie: Vermeidung, Minderung, Transfer oder Akzeptanz. Bei Akzeptanz ist eine dokumentierte Begründung erforderlich.

    5. Dokumentation & Freigabe

    Erstellung der vollständigen Risikoanalyse-Dokumentation gemäß BSI-Vorgaben. Interne Freigabe und Vorbereitung für die Einreichung beim BSI.

    Pflichtdokumente der Risikoanalyse

    Die Risikoanalyse nach KRITIS-DachG erfordert eine lückenlose Dokumentation. KRITIS Kompass stellt alle erforderlichen Vorlagen bereit und führt Sie Schritt für Schritt durch die Erstellung:

    Risikoanalyse-Hauptdokument (§ 12 KRITIS-DachG)
    Gefährdungskatalog mit Szenariobeschreibungen
    Risikobewertungsmatrix (5×5)
    Abhängigkeitsanalyse (sektorübergreifend)
    Maßnahmenplan mit Verantwortlichkeiten
    Restrisiko-Dokumentation mit Begründung

    Fristen für die Risikoanalyse

    BSI-Registrierung bis 17. Juli 2026

    Alle betroffenen Betreiber müssen sich bei der Meldestelle KRITIS registrieren.

    Risikoanalyse innerhalb von 9 Monaten

    Nach der Registrierung haben Betreiber 9 Monate Zeit, die Risikoanalyse einzureichen.

    Wiederholung alle 4 Jahre

    Die Risikoanalyse muss regelmäßig aktualisiert werden – mindestens alle 4 Jahre oder bei wesentlichen Änderungen.

    Risikoanalyse mit KRITIS Kompass erstellen

    KRITIS Kompass führt Sie in einem geführten Prozess durch alle Schritte der Risikoanalyse – von der Gefahrenidentifikation bis zur fertigen Dokumentation. KI-gestützt, sektorspezifisch und BSI-konform.

    All-Gefahren-Ansatz

    Alle 10 Gefahrenkategorien systematisch abgedeckt

    Geführter Prozess

    Schritt-für-Schritt durch Analyse und Bewertung

    Fertige Dokumente

    BSI-konforme Vorlagen sofort einsatzbereit

    Jetzt Risikoanalyse starten

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